Freitag, 7. Mai 2010

Immer mehr Bettelampeln – Radfahrer und Fußgänger werden zu Bittstellern!

Die Interessen der Autofahrer werden in Hamburg deutlich über die der Radfahrer gestellt. Von Fairness keine Spur! Für Radfahrer und Fußgänger ist an den Ampeln Warten angesagt.

Damit die Autofahrer beim Abbiegen nicht mehr Fußgänger und Radfahrer beachten müssen, dürfen die Radfahrer jetzt deutlich länger warten. Grün gibt es nur noch auf Anforderung. Die Bettelampeln werden immer häufiger. Radfahrer scheinen nicht zum Berufsverkehr zu zählen. Radfahrer und Fußgänger haben demnach keinen Anspruch auf ein zügiges Vorankommen. Für die Verkehrsplaner in Hamburg gibt es nur den Freizeitradfahrer und den Fußgänger, der sonntags spazieren geht – und dieser darf an jeder Ampel warten.

Freie Fahrt für Autofahrer - Radfahrer und Fußgänger dürfen warten.
Wer sich umweltverträglich bewegt, wird benachteiligt.
Und diese Bettelampeln scheinen sich unaufhaltsam zu vermehren. Vorbei ist die Zeit, an der man an eine Ampel kommt und diese zufälligerweise gerade auf Grün umspringt. Von nun an heißt es: an fast allen Ampeln ankommen und warten!

Aus ökologischer Sicht wird mit dieser Maßnahme der umweltbelastende Auto-Verkehr auf Kosten des umweltverträglichen Rad- und Fußgängerverkehrs bevorteilt. Langfristig führen solche Regelungen dazu, dass immer mehr Menschen auf das Auto umsteigen. Dies scheint politisch gewollt. Radfahrer und Fußgänger haben anscheinend keine Lobby in der Verkehrspolitik.

Die Bettelampeln werden auch an solchen Kreuzungen eingerichtet, an denen aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens kein Vorteil für den Autoverkehr zu erkennen ist. Langfristig ist diese Regelung auch gefährlich für Fußgänger und Radfahrer. Der Autofahrer gewöhnt sich daran, beim Abbiegen nicht mehr den kreuzenden Fußgänger- und Radfahrerverkehr zu beachten.



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Kommentare:

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  2. Es wäre mal zu prüfen, warum es für Autos keine Bettelampeln gibt. Das Prinzip 'Dauerrot' ist irgendwie in Vergessenheit geraten.

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